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Bericht über
25 JAHRE DICHTUNGSRING IM HAUS DER LITERATUR, BONN, 21.10.2006
von Ulrich Bergmann, etwas redigiert von Gerd Willée
Die ganze Feier gelang großartig!
Bruno Kartheuser, Leo Gillessen und Robert Schaus trafen kurz nach zwei am Samstag bei Elke und Gerd ein, die Quiche Lorraine und delikate Happen und Weintrauben reichen ließen, dazu Kaffee. Wir fuhren mit zwei Großraumtaxis und meinem Peugeot zum Haus der Literatur in der Lennéstraße, wo eine junge Dame uns empfing. Unser Besuch zeitlich eng begrenzt, aber die zwischenmenschlichen Abstände wurden immer geringer. Wir legten unsere Zeitschriften und Bücher auf zwei Tischen in der Eingangshalle aus.
Die Beteiligten:
Vom KRAUTGARTEN: Bruno Kartheuser (Chefredakteur) und seine Tochter Alexandra (Redakteurin), Leo Gillessen (Redakteur), Robert Schaus (früher Redakteur, jetzt künstlerischer Berater).
Vom DICHTUNGSRING: Elke Trefz-Winter; Gerd Willée, Ulrich Bergmann; Susanne Schmincke; Renate Voswinkel; Rita Kupfer, Horst Saul; Ines Hagemeyer; Gisela Zimmer; Werner Brand; Alfons Knauth. (Barbara und Siegfried Mundt sind zur Zeit in Portugal; Francisca Ricinski-Marienfeld in Rumänien; Ingo Kottmayr und Thomas Krämer konnten nicht kommen).
Etwa 15 Gäste, darunter unser Verleger Traian Pop, erschienen zu der kompakten Veranstaltung, so dass der kleine Saal so gut wie voll besetzt war.
Pünktlich um 16 Uhr begann die dreifache Feier – 25 Jahre Dichtungsring, Präsentation der 34. Nummer („Zwischenmensch“), Wiederbegegnung mit der ostbelgischen Zeitschrift KRAUTGARTEN aus St. Vith.

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Das Duo Zacatecnik jonglierte mit Bällen und sprach dazu einen Text über das Dichten (mit Worten). Ines in die Coda des Jongliersatzes ihr Gedicht „Sprachspiel“. Ulrich, der die Veranstaltung moderierte, sagte ein paar Worte zur wechselvollen Geschichte der Autorengruppe und Literaturzeitschrift DICHTUNGSRING. Er stellte den Gründer der Zeitschrift vor, Alfons Knauth, zitierte das Editorial („Fürwort“) aus der ersten Nummer des DICHTUNGSRINGS und kündigte an, der Dichtungsring werde auch die nächsten 25 Jahre weiterbestehen. Dann folgte die Lesung. Zuerst lasen die Krautgärtner Leo, Bruno und Robert lyrische Gedichte.
In der Pause wurden immerhin 7 DICHTUNGSRING-Hefte verkauft, und wir erhielten ein neues Abonnement!
Nach der Pause folgte Akrobatik des Duo Zacatecnik, dann lasen die Dichtungsringer Texte aus der neuen Nummer: Elke („der dichter als akrobat“), Ines (drei Gedichte: „Claire de Lune“, „schau“, „lille havfru“), Ulrich (die Erzählung „Nachtschaum“), Elke las für Doris Distelmaier.Haas (das Gedicht „Treppenhaus“), Horst Saul („Prometheus“), Rita (das Gedicht „Sprach.los“), Susanne Schmincke („Kaffee“) und Gerd Willée einen von ihm übersetzten Text („At Wolznach“ von Paul Murphy).
Das Schlusswort hatte der, der einst das erste Wort für den DICHTUNGSRING sprach: Alfons. Er bezog sich auf das eingangs zitierte Editorial des ersten Dichtungsrings: „Korrespondierendes Mitglied ist der Papst.“ In der Tat schrieb der Papst, bei dem er anfangs Theologie studierte, in diesem Jahr einen Glückwunsch zur Emeritierung… Dann las Alfons, von Musik begleitet, einen multilingual-phloboglotten Text: „Decaglottadecadente“ – eine babylonische Sprachverwicklung in 10 Sprachen, angelehnt an seine „Multiple Joyce“-Texte.
Pünktlich um 18 Uhr endete die Feier. Danach trafen sich die meisten noch im Ristorante „Baffo“ in der Wolfstraße – und tagten fast bis Mitternacht. |